DAILY MARKETS

                                        

Immer am Ball bleiben
                                        
  • 18.05.2012

    Der DAX gab am gestrigen Feiertag auf 6200 Punkte nach und startete heute etwas über diesem Niveau. Ohne Atempause geht es nun wieder aufwärts, was eine wenig stabile Erholung vermuten lässt. Die Aktienmärkte sind auffällig mit der Verfasssung des Währungspaares Euro-Dollar gekoppelt. Zuvor gab es bereits gestern trotz gegenläufiger Aktien- und Devisenmärkte mehrprozentige positive Gegenbewegungen bei Gold und Silber. Die beiden Edelmetalle wurden zuvor ebenso in deutliche Mitleidenschaft gezogen. Eine Abstufung der Kreditwürdigkeit spanischer Banken durch Moody's folgte der Abstufung italienischer Banken Tage zuvor. Insbesondere heute sind jedoch vielmehr die Augen auf das mit Vorschusslorbeeren überhäufte Facebook gerichtet, ein Unternehmen mit rückläufigen Gewinnen und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 100 sowie einer Bewertung 100 Mrd. US-Dollar. Die ersten Marktkurse werden wohl trotzdem weit über dem Ausgabepreis von 38 Dollar liegen.

  • 16.05.2012

    In Italien stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere heute kurzzeitig wieder über die Marke von sechs Prozent, bei der die Marktteilnehmer offenbar aufhorchen. In Spanien wurde diese Rendite schon vorher überschritten. Damit erreichten die Risikoaufschläge im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen Rekordhöhe. Für griechische Anleihen erhalten Anleger momentan übrigens eine Rendite von über 30 % versprochen. Die Lage in Griechenland hat für die Aktienindizes in Spanien und Italien spürbar belastendere Auswirkungen als beim DAX. Die beiden europäischen Börsen verlieren in den letzten 30 Tagen prozentual etwa doppelt so stark wie der DAX.

  • 15.05.2012

    Am späten Montagabend "erlaubte" Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach Beratungen in Brüssel den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Falls das Land bis Mitte Juni kein neues Geld aus dem Hilfsprogramm erhält, droht eigentlich die Pleite. Juncker schloss jedoch nicht aus, dass unter außergewöhnlichen Umständen Fristen für Athen verschoben werden könnten.

  • 14.05.2012

    Offenbar wird inzwischen schon genauer das Wie diskutiert, mit dem Griechenland aus dem Euro austritt. Die Rating-Agentur Fitch sieht nicht nur die Bonität der Euro-Länder bei diesem Szenario gefährdet, sondern auch die Kreditwürdigkeit von Unternehmen aus Südeuropa, insbesondere bei einer plötzlichen Abtrennung Griechenlands von der Gemeinschaftswährung. Neben Firmen aus Griechenland wären Unternehmen aus Italien, Spanien und Portugal mit Herabstufungen ihrer Bonität betroffen, da mit erschwertem Zugang zu Kapital gerechnet werden müsste.

  • 09.05.2012

    Der am Dienstag mit der griechischen Regierungsbildung beauftragte Chef der am linken Rand agierenden Partei sorgt für Unsicherheit an den Märkten. Zusagen Griechenlands, die mit den EU-Hilfsgeldern verknüpft wurden, seien null und nichtig.

  • 08.05.2012

    Nach dem Scheitern der Konservativen bei der Bildung einer neuen Regierung für Griechenland schon nach zwei Stunden hat das sogenannte "Bündnis der Radikalen Linken" (SYRIZA) als zweitstärkste Partei den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. SYRIZA lehnt die bisherige Euro-Sparpolitik ab und will keine Schulden zurückzahlen.

  • 07.05.2012

    Den Forderungen der Euro-Länder zu entsprechen, dürfte mit der neuen Parteienkonstellation in Griechenland schwieriger werden. Dies würde jedoch ein Aussetzen der EU-Hilfen bedeuten, und zwar schon innerhalb weniger Wochen. Gemäß der Vereinbarung über 130 Mrd. Euro Finanzhilfe muss Griechenland im Juni mitteilen, wie es 2013 und 2014 Einsparungen von 11,6 Mrd. Euro vornehmen will.

  • 04.05.2012

    Zum Wochenausklang mischt sich bei den Anlegern die Enttäuschung über eine langsame US-Arbeitsmarkterholung mit Befürchtungen über Rückschläge im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise. In Frankreich und in Griechenland wird am Wochenende gewählt. Der Verlust im DAX von 2 % kann jedoch nicht den Sturz des Ölpreises um über 4 % erklären. Hier kommen offenbar Hoffnungen auf eine Entspannung bzgl. des iranischen Atomprogramms ins Spiel.

  • 03.05.2012

    Manche Marktteilnemer hatten bei dem heutigen Treffen europäischer Notenbank-Chefs vegeblich auf weitere Geldspritzen gehofft. Mit ihren beiden zusammen rund eine Billion Euro schweren Geldspritzen in den vergangenen Monaten habe die EZB nach den Worten Draghis eine breite Kreditklemme verhindert. Der EZB-Vorstand glaubt offenbar noch einige Monate Zeit zu haben, bis die Liquidität in der Wirtschaft ankommt. Raum für Interpretationen lässt der Ort des Treffens, der erneut nicht Frankfurt war, sondern Madrid. Die spanische Regierung habe "sehr signifikante" Anstrengungen unternommen, um Vertrauen zurückzugewinnen. Die Bundesbank in Frankfurt favorisiert trotz gegenteiliger Spekulationen über die EZB-Leitzinspolitik einen baldigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik.

  • 02.05.2012

    Nach einem positiv aufgenommenen Einkaufsmanagerindex der USA konnte gestern den Dow Jones fester schließen. Der DAX gab am Morgen hingegen wieder ab nachdem das deutsche Äquivalent des Einkaufsmanagerindex den schlechtesten Wert seit Juli 2009 erreichte.

  • 27.04.2012

    Die Ratingagentur S&P senkte gestern Abend die Kreditwürdigkeit von Spanien um zwei Stufen. Im Ausblick stellt das Unternehmen darüber hinaus eine weitere Herabstufung in Aussicht.

  • 26.04.2012

    Während Bankentitel abwärts gerichtet sind, geht es mit Autmobilwerten nach oben. Bei der Deutschen Bank gab es im ersten Quartal 2012 ein Drittel weniger Gewinn als im Vorjahreszeitraum. VW hingegen konnte seinen Gewinn steigern. Europas größter Autobauer überrascht mit einem Gewinnanstieg im ersten Quartal von 10 %, obwohl allgemein unter dem Eindruck von Absatzeinbrüchen anderer Massenhersteller mit einem Gewinnrückgang gerechnet wurde. Der Umsatz wuchs um 25 %.

  • 25.04.2012

    Verschiedene Quartalszahlen überraschten die Investoren positiv. Vor allem die Technologieunternehmen Apple und Ericsson überzeugten. Apple konnte seinen Gewinn nahezu verdoppeln. Der Kurs der Aktie mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen wieder 400 Mrd. Euro (!!!) legte um fast 10 % zu.

  • 24.04.2012

    Unterstützend für die heutige Stabilisierung könnte sein, dass sich die Niederlande trotz des Rücktritts der Regierung problemlos refinanziert haben.

  • 23.04.2012

    Auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Frankreich reagieren die europäischen Anleger offenbar negativ. Der DAX stürzt um 200 Punkte und testet den aufwärts verlaufenden Trend bei 6550 Punkten. Der US-amerikanische Markt könnte die Risiken in Europa mit dem entsprechenden Abstand anders sehen.

  • 20.04.2012

    Das ifo-Geschäftsklima stieg erneut minimal von 109,8 Punkten im Vormonat auf 109,9 Zähler und verbuchte damit das sechste Plus in Folge. Dies reichte für einen Satz um zunächst 80 Punkte im DAX nach oben offenbar aus. Angeblich wurde zuvor mit einem Rückgang auf 109,4 Punkte gerechnet.

  • 19.04.2012

    Am Morgen brachte Spanien Staatsanleihen mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren auf den Markt und nahm in einer nicht allzu großen Auktion 2,54 Milliarden Euro ein, etwas mehr als maximal erhofft. Am Nachmittag sprangen zeitnah zu Gerüchten um die Abstufung Frankreichs Kreditwürdigkeit die Renditen von spanischen, italienischen und französischen Staatsanleihen an. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich für die restlichen Handelsstunden auf die US-Daten zum Arbeits- und Häusermarkt sowie den Philadelphia-Fed-Index richten.

  • 18.04.2012

    Auch wenn die gestrige Auktion spanischer Staatsanleihen erfolgreich war, stellt sich die Frage, ob sich Spanien dauerhaft am Kapitalmarkt finanzieren kann. Die Alternative wäre der sogenannte Euro-Rettungsschirm, der fortschreitend strapaziert wird und dessen Vergrößerung vermehrt Widerstand erfährt. Anleger warten die weitere Auktion spanischer Anleihen am Donnerstag ab. Am Wochenende findet ein Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) statt.

  • 17.04.2012

    Konjunkturhoffnungen erhielten Nahrung durch die Veröffentlichung des weit positiver als erwarteten ZEW-Index. Die Anleiheauktion in Spanien gilt mit höheren Renditen, aber mehr Zuspruch als erwartet als geglückt. Eine weitere Bewährungsprobe für spanische Anleihen bringt der Donnerstag.

  • 16.04.2012

    Am Dienstag wird Spanien Anleihen mit verschieden langen Laufzeiten ausgeben. Während einerseits Spanien als größeres Land als Griechenland, Irland oder Portugal mehr ggf. Finanzbedarf hat, halten andererseits auch die Präsidentschaftswahlen in Frankreich deutsche Anleger in Atem, da der ebenbürtige Kandidat Hollande weit weniger ausgabefreudig in Bezug auf schwächelnde Euro-Länder zu sein scheint.