Marc Cernovitch
Chairman
Halo Resources
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Vom 12.03.2007


INTERVIEW

Halo Resources

Das neue Projekt Sherridon von Halo Resources (CA40637D1087, HLO.V, www.halores.com) lag 60 Jahre lang brach. Sherridon in der kanadischen Provinz Manitoba ist charakterisiert durch ein mögliches noch zu entdeckendes großes Vorkommen mit Kupfer, Zink, Gold und Silber mit historischen Lagerstätten, einer Zuganbindung und einer zur Verfügung stehenden Verarbeitungsanlage nur 65 Kilometer entfernt. Chairman Marc Cernovitch von Halo Resources erläutert im Interview die Chancen, die sich insbesondere mit dem Projekt Sherridon ergeben. Das Gespräch führte Jürgen Felger für den Frankfurter Finance Newsletter.

BRANCHE

In Ihrer Firmenpräsentation betonen Sie, dass es sich beim Zielgebiet Sherridon um ein potenzielles Vorkommen der Art VMS handelt, als um ein vulkanisches Massivsulfid. Warum finden Sie das so wichtig?

Bei unserem Projekt Sherridon mit Kupfer, Zink, Gold und Silber handelt es sich um ein potenzielles VMS-Vorkommen, also um eine Vorkommensart mit vulkanischem Massivsulfid. 80 % des Metallgehaltes eines solchen VMS-Distrikts befindet sich üblicherweise in einem oder vielleicht zwei sehr großen Lagerstätten. Eine Entdeckung solcher großen Vorkommen in unserem Zielgebiet Sherridon steht noch aus.

"80 % des Metallgehaltes eines solchen VMS-Distrikts befindet sich üblicherweise in einem oder vielleicht zwei sehr großen Lagerstätten. Eine Entdeckung solcher großen Vorkommen in unserem Zielgebiet Sherridon steht noch aus."

Sie hoffen also bei Halo Resources auf Grund der Charakteristika des Zielgebietes auf einen sehr großen Fund.

Wir hoffen, eine große Lagerstätte unterhalb der historischen Bergbau- und Explorationsschichten von etwa 300 Metern zu finden. Ein VMS-Vorkommen entsteht üblicherweise über Milliarden von Jahren durch einen Vulkan unter Wasser. Der Boden wird dann im Laufe der Erdgeschichte fragmentiert. Üblicherweise finden sich mehrere Metallvorkommen innerhalb eines Radius von 50 Kilometern. Viele wissenschaftliche Studien wurden über diese Art Vorkommen veröffentlicht. Eine Erkenntnis ist, dass sich typischerweise mindestens zehn Lagerstätten innerhalb eines solchen Gebietes befinden. Die andere Beobachtung ist, dass sich 80 % der Metallgehalte des Distriktes in einem einzigen oder höchstens in zwei Vorkommen befindet. Bergbauriesen wie Rio Tinto, Mirandam,  Teck Cominco oder Inco gründen ihren Erfolg auf solch ein Vorkommen. Stellen Sie sich das wie Rosinen und ein oder zwei Pflaumen in einer Schüssel Pudding vor. Wir wissen, dass Lagerstätten vorhanden sind. Es ist nur eine Frage der Erkundung, sie zu finden. Während ein Goldadersystem kilometerlang sein kann, erstreckt sich ein VMS-Vorkommen in der Regel auf 300 Metern. Das Metall konzentriert sich bei dieser Art Lagerstätte auf einen kleinen Raum.

Die Beschaffenheit der potenziellen Lagerstätten hat Sie offensichtlich auch veranlasst, ein großes Landpaket von 208 km² zu erwerben.

Wir kontrollieren den ganzen Distrikt. Was für uns bei dem Projekt in der kanadischen Provinz Manitoba von Bedeutung ist: Eine Infrastruktur ist bereits vorhanden. Wir können auf eine Zugverbindung nach Flin Flon zurückgreifen, wo unser Kooperationspartner Hudson Bay aktiv ist. Und wir werden unser Gestein dort mahlen können. Außerdem haben wir Strom und gute Straßen vor Ort. Hudson Bay ist der drittgrößte Basismetallproduzent weltweit und kontrolliert sowohl die Distrikte Flin Flon als auch Snow Lake.

Ihr Projekt Sherridon befindet sich in der Provinz Manitoba. Was zeichnet diese Bergbauregion aus?

In Manitoba gab es in den letzten Jahren positive politische Veränderungen und einen Fortschritt im Sinne des Bergbaus. Das Fraser Institute in Kanada stuft Manitoba auf Platz Drei als eine der bergbaufreundlichsten Regionen der Erde ein. Vor wenigen Tagen wurde Manitoba in der aktuellsten Studie sogar zur bergbaufreundlichsten Region überhaupt erkoren.

"Vor wenigen Tagen wurde Manitoba in der aktuellsten Studie sogar zur bergbaufreundlichsten Region überhaupt erkoren."

Die Bergbaufreundlichkeit dürfte wohl auch z. B. steuerliche Fragen betreffen.

In Manitoba erhalten wir 20 % der Kosten für Erkundungsausgaben vom Staat zurück. Auch die schnellen Genehmigungsverfahren bilden einen Anreiz, dort aktiv zu sein. Auf der 200 Quadtratkilometer großen Fläche unseres Projektgebietes Sherridon gibt es sieben Lagerstätten, von denen eine durch die Firma Sherridon von 1941 bis 1951 abgebaut wurde, einer damals großen kanadischen Bergbaugesellschaft. 1945 wurde einige 100 Kilometer nördlich eine weitere größere Lagerstätte entdeckt und abgebaut. Die ganze Stadt siedelte deshalb um. Danach endeten in Sherridon zunächst alle Erkundungsbemühungen. Vor 60 Jahren gab es zudem noch ganz andere Technologien und Maschinen. Der Bergbau wurde nur an leicht zugänglichen Stellen betrieben. Acht Millionen Tonnen Abraum wurden zu jener Zeit hinterlassen. In den 40er Jahren kümmerte man sich nicht um Umweltfragen, da war es wichtiger, für den Krieg die Metalle aus dem Boden zu holen, und das vor allem schnell. Wasserverschmutzungen spielten damals keine Rolle. In den 50er Jahren führten zwar Hudson Bay und Anglo-American erfolgreich Erkundungen durch, aber die Provinzregierung stoppte dann auf Grund der Umweltprobleme alle Aktivitäten. Manitoba ist erst die letzten Jahre bergbaufreundlicher geworden. Vor uns hinderte eine Last von 50 bis 60 Millionen Dollar für Verpflichtungen zu Gunsten der Umwelt Firmen daran, dort weiter Bergbau zu betreiben. Keiner wollte die Kosten übernehmen. Sherridon, wo deshalb also 50 Jahre lang kein Bergbau stattfand, war nicht der einzige Ort in der Provinz, bei dem dieses Problem auftrat. Es gelang uns, mit der Provinzregierung eine Vereinbarung zu treffen. Der Minister gab die Grundstücke wieder für den Bergbau frei und verzichtete auf die Zahlung der Umweltkosten, um für die Provinz Einnahmen über die mögliche Produktion zu erhalten. Dies ermöglichte es uns, den Boden rund um die zwei von Hudson Bay kontrollierten Vorkommen Jungle und Park für die Erkundung abzustecken. Dann gingen wir ein Joint Venture mit Hudson Bay ein und haben die historischen Erkundungsdaten der Grundstücke erhalten. Außerdem verfügen wir nun über einen günstigen Zugang zu den Verarbeitungsanlagen in Flin Flon, die 65 Kilometer entfernt sind.

Heute können Sie mit völlig anderen technischen Möglichkeiten an die Erkundung und den Abbau herangehen.

Wir können heute nach 50 Jahren diese Region mit modernster Technik erkunden. Das Projekt Sherridon lag jahrzehntelang wegen der auf diesem Gebiet lastenden finanziellen Bürde brach. Wir halten dieses Projekt für umso attraktiver für den Bergbau.

Wie wurden Sie auf Sherridon aufmerksam?

Halo Resources führte das kleine Grassroots-Erkundungsprojekt Quarter Moon in der Nähe durch. Dort haben wir mit dem Top-Geologen und gebürtigen Deutschen Eckart Buhlmann zusammen gearbeitet, der für Flin Flon tätig war. Auch wenn das mit dem Goldprojekt am Ende nicht aufging, so hatten wir doch großes Vertrauen in diesen Experten. Wir fragten ihn nach weiteren Erkundungszielen in der Gegend und er nannte uns das Sherridon-VMS-Projekt. Gleichzeitig machte uns Buhlmann auf die Umweltproblematik des Gebietes aufmerksam. Wir haben darauf hin mit der Provinzregierung Kontakt aufgenommen. Wir waren nicht die einzigen Interessenten, aber waren einfach schneller als alle anderen.

Sie sind also aktiv auf den Minister zugegangen? Der Vorschlag kam nicht von der anderen Seite?

Wir hatten einen guten Draht zum Bergbau-Minister von Manitoba und gingen mit ihm in der Provinzhauptstadt Mittagessen. Anstatt zuerst die Bergbauschäden zu beseitigen, um dann Bergbau betreiben zu können, schlugen wir vor, es genau andersherum anzugehen. Seine Aufgabe als Bergbauminister ist es, den Bergbau zu fördern. Mit der damaligen Situation wollte kein Unternehmen auf dem Gebiet Geld ausgeben. Auch wäre es überzeugender gegenüber der ansässigen Bevölkerung und politisch klüger, den Bergbau zuerst zuzulassen, um bei steigenden Metallpreisen die lokale Wirtschaft anzukurbeln und Jobs zu schaffen. Später könnte dann, von welchem Produzenten es am Ende auch immer sein würde, eine Art Umweltlizenz erhoben werden. Einige Wochen nach unserem Gespräch erhielten wir einen Anruf vom Minister, der berichtete, dass der Vorschlag vom Kabinett wohlwollend aufgenommen wurde. Wir haben dann die Erlaubnis des Ministeriums erhalten, Land abzustecken und haben keinen Moment gezögert das Projekt anzugehen. Das war im Jahr 2005.

UNTERNEHMEN

Wie zu verstehen ist, ist Sherridon Ihr Hauptprojekt, was die finanziellen und zeitlichen Mittel anbelangt. Können Sie diesen Fokus in etwa quantifizieren?

Wir widmen vielleicht 80 % unserer finanziellen und zeitlichen Ressourcen dem Projekt Sherridon in Manitoba.

Lassen Sie mich noch ein wenig das Potenzial von Sherridon erläutern. Die Arbeiten in den 50er und 60er Jahren wurden auf Grund der damals zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten alle oberflächlich vorgenommen. Die Bohrungen gingen höchstens 100 bis 150 Meter tief. Und selbst die vorgenommene Exploration, hätte noch gründlicher sein können. Mit den damaligen Methoden wurden sieben Lagerstätten entdeckt, aber niemand hat bisher tiefer gelegene Schichten untersucht. Bis zu einer Tiefe von 1000 bis 1500 Meter rechnen wir mit profitabel abbaubaren Lagerstätten. Mit der modernen Luftaufnahme-Technik können wir 400 tief in den Boden sehen, stellenweise sogar bis 800 Meter. Allein in den letzten fünf bis acht Jahren hat sich die Technik sehr viel weiter entwickelt. Wir sehen also ein gewaltiges Potenzial in der Tiefe. Darüber hinaus glauben wir, dass die damalige Erkundung nur ansatzweise erfolgte, was auf ein Potenzial auch an der Oberfläche schließen lässt. Wie eingangs erwähnt steht die Entdeckung der großen Lagerstätte in diesem Gebiet noch aus.

"Wir sehen also ein gewaltiges Potenzial in der Tiefe. Darüber hinaus glauben wir, dass die damalige Erkundung nur ansatzweise erfolgte, was auf ein Potenzial auch an der Oberfläche schließen lässt."

Welche Erkundungsarbeiten stehen an?

Wir werden verschiedene Arbeiten parallel durchführen. Es gibt in dem von Halo Resources kontrollierten Gebiet sechs noch vorhandene Lagerstätten. Zum einen glauben wir, diese horizontal als auch vertikal erweitern zu können. Die elektromagnetischen Luftaufnahmen zeigen uns, dass wir diesbezüglich optimistisch sein können. Dabei wollen wir die historischen Ressourcen zu dem heutigen Kategoriestandard 43-101 führen. Wir haben 11 Mio. Tonnen historische Ressourcen. Diese Erkundung ist auf die vorhandenen Lagerstätten fokussiert. Zum anderen werden wir später im Jahr mit der Grassroots-Erkundung beginnen, um neue Lagerstätten zu entdecken und den großen noch ausstehenden bedeutenden Treffer zu landen.

Wie sieht es mit den anderen Projekten aus?

Das zweitwichtigste Projekt ist West Red Lake. Dort haben wir ein Joint Venture mit Goldcorp. Im Gebiet Red Lake wurden 25 Millionen Feinunzen hochgradiges Gold produziert. Wir befinden uns am westlichen Ende von Red Lake. Dort hat das Unternehmen Goldcorp 1,5 Mio. Dollar ausgegeben, um die Rechte daran zu erwerben, da es auf dem 15 Quadratkilometer großen Gebiet mit die besten Erkundungschancen sieht. Seit den 40er und 50er Jahren gab es dort sehr wenige Bergbau-Aktivitäten. Die Gebietsrechte waren auf viele Besitzer verteilt. In unserer letzten Pressemitteilung zu West Red Lake berichteten wir über hochgradige Bodenproben von über einer Feinunze Gold und einigen Hundert Gramm Silber. In Kürze werden wir für dieses Projekt eine weitere Pressemitteilung veröffentlichen können. Wir machen elektromagnetische Luftaufnahmen und werden bis Anfang April Bohrungen durchführen.

Was ist mit dem Duport Projekt?

Duport ist technisch gesehen das am weitesten fortgeschrittenste Erkundungsprojekt. 4.000 Meter Untergrund-Entwicklung wurde dafür vorgenommen. Dieses Projekt schaffte es 1989 bis zu einer Möglichkeitsstudie. Eine historische Ressource von 700.000 Feinunzen Gold und eine Minen-Lebensdauer von sechs Jahren waren das Ergebnis. Wir haben die historische Ressource 2005 in den aktuellen 43-101 Bergbaustandard gehoben, mit 300.000 Feinunzen Gold. Wir prüfen derzeit, wie wir mit dem Projekt weiter verfahren. Das Problem ist, das Vorkommen befindet sich unter einem See. Wir sind bei Bohrungen momentan auf den Winter beschränkt, um auf dem zugefrorenen See bohren zu können. Letztes Jahr zum Beispiel war es nicht kalt genug. Wir mussten unser Bohrprogramm absagen. Dieses Jahr ist die Situation ähnlich. Weitere Optionen wären mit einem großen Joint-Venture-Partner oder auf eigene Faust entweder unter Tage zu gehen oder mit einem Lastkahn zu operieren. Mit dem steigenden Goldpreis wären andere Möglichkeiten neben der Bohrung auf Eis ebenfalls wirtschaftlich. Im April oder Mai werden wir hierzu eine Pressemitteilung veröffentlichen.

Bei dem Projekt Sherridon können wir das ganze Jahr hindurch erkunden. Vor wenigen Tagen zum Beispiel haben wir über hohe Metallanteile des Vorkommens Bob Lake des Projektgebietes Sherridon berichtet. Zurzeit bohren wir mit einem Bohrgerät. Im Sommer werden wir ein zweites Bohrgerät verwenden, danach gegen Ende des Jahres vielleicht ein drittes. Die nächsten zwei Jahre wollen wir kontinuierlich bohren. Halo Resources wird also regelmäßig Meldungen über Bohrergebnisse veröffentlichen können.

Wie erklären Sie den Verlauf des Aktienkurses von in der Spitze 1,50 CAD auf heute 0,40 CAD oder 0,27 Euro?

Gründe für den Kursverlauf waren eine Kombination von Faktoren. Unser Projekt Thatcher Lake haben wir an unseren Partner verkauft, um Geld für das Projekt Sherridon zu erhalten. Bei Thatcher Lake hatten wir eine Ressource von etwa 300.000 Feinunzen Gold und ein 50 zu 50 Joint Venture. Der Bruttometallwert, also nicht der Gewinn, wären etwa 200 Mio. Dollar gewesen, den wir zur Hälfte hätten teilen müssen. Mit Sherridon verfügen wir ohne Joint-Venture-Partner mit historischen Ressourcen ganz allein über einen Bruttometallwert von 800 Mio. bis einer Milliarde Dollar. Deshalb haben wir uns für Sherridon entschieden. Wir haben recht lange gebraucht, um das Projekt Sherridon auf die Beine zu stellen. Der Aktienkurs von Junior-Bergbauunternehmen wird von Erkundungsergebnissen getrieben. Wir hatten zu Thatcher Lake eineinhalb oder fast zwei Jahre lang keine Ergebnisse veröffentlicht.

Das klingt so, als ob das Projekt Thatcher Lake hätte erfolgreich sein können, wenn Sie es weiter verfolgt hätten.

Es hätte erfolgreich oder auch nicht erfolgreich sein können. Es war eine vergleichsweise kleine Ressource. Wir hätten sieben bis acht Millionen Dollar aufwenden müssen, nicht für eine Erkundung, sondern für die Entwicklung. Das hätte unsere Aktienbasis verwässert. Das Hauptargument war, dass Sherridon bedeutend mehr Größen-Potenzial hat.

"Unser Zeitplan sieht vor, die historische Ressource Sherridon mit 11 Mio. Tonnen innerhalb der nächsten 12 Monate zu erweitern und sie in die Ressourcenkategorien des modernen Bergbaustandards 43-101 zu führen."

Können Sie etwas über den Zeitplan für das Hauptprojekt Sherridon und die anderen Projekte mitteilen?

Unser Zeitplan sieht vor, die historische Ressource Sherridon mit 11 Mio. Tonnen innerhalb der nächsten 12 Monate zu erweitern und sie in die Ressourcenkategorien des modernen Bergbaustandards 43-101 zu führen. Wenn die Metallpreise weiterhin fest bleiben, dann könnten wir in drei bis vier Jahren in Produktion gehen.

Das gilt für das Hauptprojekt.

Was Red Lake anbelangt befinden wir uns in einer frühen Erkundungsstufe, wenn nicht sogar Grassroots. Unsere Vereinbarung mit Goldcorp verlangt Erkundungsausgaben im Wert von drei Millionen Dollar über die nächsten drei Jahre.

Bzgl. des Projektes Duport sind Sie sich noch nicht sicher, wie Sie weiter vorgehen.

Über Duport können wir im Moment nicht viel mitteilen.

Und langfristig? Ausgehend von einer Ihrer früheren Aussagen definieren Sie sich als reines Erkundungsunternehmen. Eben sprachen Sie von der anvisierten Produktion.

Mit Sherridon befinden wir uns in einer einzigartigen Situation: Die Infrastruktur ist vorhanden. Das reduziert die Kosten bei einer späteren Produktion enorm. Das gängige Geschäftsmodell für Junior-Bergbaufirmen ist, die Erkundung durchzuführen, um dann entweder Partner zu suchen oder aufgekauft zu werden. Denn die Kapitalaufwendungen für die Produktionsaufnahme sind üblicherweise sehr hoch. Mit Sherridon liegt die Sache anders. Wir beginnen mit elf Millionen Tonnen historischer Ressourcen. Wir verfügen über eine Zugverbindung, über Elektrizität und können mit Hudson Bay einen Partner vorweisen, der in einer Entfernung von 65 Kilometern über Verarbeitungsanlagen verfügt. Über den Zugang zu dieser Mühle haben wir bereits eine Vereinbarung mit diesem Partner getroffen. Zudem hat Hudson Bay die Option, sich am Ende zu 20 % einzukaufen. Es würden am Ende keine Hunderte Millionen Dollar, sondern lediglich 25 bis 40 Millionen Dollar benötigt, um die Produktion zu beginnen. Die Kosten sind so gering, dass wir entweder über unseren bereits vorhanden Partner Hudson Bay oder über einen andere große Bergbaugesellschaft gehen könnten.

MANAGER

Nun zu den Management-Themen. Ihr neuer CEO ist nun Lynda Bloom?

Lynda Bloom war bis November 2006 jahrelang Director eines Junior-Bergbauunternehmens. Sie ist auch Director der Prospectors and Developers Association of Canada und bringt definitiv die notwendigen geologischen Kenntnisse mit. Sie beendete eben ihren Vorsitz im Canadian Institute of Mining and Metallurgy. Bloom ist begeistert von dem Potenzial des 200 m² großen Areals von Sherridon mit der historischen Ressource und ehemaliger Produktion, zumal wir auch eine gute infrastrukturelle Anbindung aufweisen.

Wie fand das Management-Team zusammen?

"Bloom ist begeistert von dem Potenzial des 200 m² großen Areals von Sherridon mit der historischen Ressource und ehemaliger Produktion, zumal wir auch eine gute infrastrukturelle Anbindung aufweisen."

Ich habe das Team größtenteils zusammengestellt und dabei auf erfahrene Geologen gesetzt. Im Board of Directors vertreten ist unter anderem Tom Healy. Er ist ein Bergbauingenieur, der eine 40-jährige Karriere bei Teck Cominco vorweisen kann. Neben dem Board of Directors haben wir das Advisory Board, auf das wir stolz sind. Unser Technical Advisor Peter Dietrich z. B. war strategischer Planer bei Inco.

Wenn ich recht verstehe, haben Sie persönlich Ihre berufliche Karriere als Broker begonnen. Wie kamen Sie zum Bergbaugeschäft?

Ich habe eng mit den Senior-Kapitalgebern von Canaccord zusammen gearbeitet, insbesondere mit Rob Anderson. Canaccord war einer der Hauptgeldgeber von Halo. Anderson war der treibende Faktor bei der Firmengründung. Er hat das Unternehmen zusammengesetzt. Als der Start näher rückte, mochte der zuvor vorgesehene President die Position nicht annehmen, weil seine Mutter mit einer Lebensprognose von sechs Monaten schwer erkrankt war. Infolge dessen hat Anderson mich gefragt, ob ich nicht einspringen wolle. Da ich bzgl. der Unternehmensfinanzierung Erfahrung hatte und mir die geologischen Experten zur Seite standen, habe ich die Aufgabe angenommen. Am ersten März bin ich als CEO zurückgetreten, um mich als Chairman von Halo Resources auf die Strategie, Finanzierung und Unternehmensentwicklung konzentrieren zu können.