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Vom 04.06.2007


AKTIE

Gold-Explorer VIOR startet Vor-Produktion

Aktienkurs 1. Juni:
0,175 CAD oder umgerechnet 0,123 Euro
Anzahl Aktien:
70,0 Mio.

Mengentest geht fließend in Produktion über

837.000 Feinunzen Gold nach nordamerikanischen Bergbaurichtlinien kann das Unternehmen Vior Inc. (CA83364M1077, VIO.V, www.vior.ca) heute vorweisen. Zusammen mit den Bohrergebnissen von 2005, 2006 und 2007 wird die Anzahl der abgeleiteten Feinunzen vermutlich noch erhöht werden können. Die Ressourcenkalkulation wird für August oder September erwartet. Danach geht es mit einem Mengentest in die Vorproduktion, so der Plan. Das vor kurzem auch in Frankfurt börsennotierte Unternehmen nutzt dabei steuerliche Vorteile und fixiert die Anzahl der zunächst abzubauenden Feinunzen Gold 10.000, die Vior dann zum höhergradigen Erz führen werden. Im Interview mit dem Frankfurter Finance Newsletter erläutert President Patrick Bradley den Sinn dieser stufenweisen Strategie: "Der Zweck der Testmenge ist, die Rampe hinunter zu führen und die Mengenproben zu erhalten. Danach wären wir mitten im Erzkörper." Der Mengentest würde Vior den finanziell günstigen Zugang zu einem Abschnitt mit vielleicht 200.000 Feinunzen Gold ermöglichen.

Abbauanlagen bereits vorhanden

Wenn alles nach Plan verläuft, könnte die Produktion vielleicht schon im Herbst 2008 beginnen. Die Abbauanlagen jedenfalls, die Vior heute vor Ort besitzt, wurden 1997 vom Vorbesitzer und ehemaligem Geschäftspartner errichtet. Sie wurden nie genutzt, da der Goldpreis damals zu niedrig wurde. Die Anlagen sind in einem gepflegten Zustand. Ein bereits vorhandener Schacht könnte eventuell von Beginn an oder auch später genutzt werden, falls die neue Ressourcenberechnung tiefere Goldfunde als 250 Meter wirtschaftlich erscheinen lassen. Mit einer Rampe wäre das Erz jedoch ohnehin viel einfacher zu erreichen, da es den Lastwagenverkehr ermöglichen würde und der Abbau damit billiger zu bewerkstelligen wäre. Gemäß heutigen Erkundungsergebnissen wäre das Erz mit einer Rampe zugänglich. Die Abbauanlagen beinhalten unter anderem auch Büros vor Ort und Elektrizität. Und die kompletten Anlagen haben heute einen Marktwert von vielleicht acht bis zehn Millionen Dollar, so die Firmenleitung. Das wäre, durch die anhaltend gute Stimmung im Bergbausektor, bis zu doppelt so viel wie die damaligen Anschaffungskosten.

Ressource von über einer Million Feinunzen Gold erwartet

Das Projekt Douay, 55 Kilometer südwestlich der Stadt Matagami in Quebec, bietet trotz der durchwachsenen Ergebnisse der 2006 erfolgten Bohrungen weiter ein hohes Erkundungspotential. Die Firmenleitung geht davon aus, dass die neue Ressourcenschätzung Ende des Sommers bei über einer Million Feinunzen Gold liegen sollte. Ende Juni werden die Ergebnisse des kompletten Winterbohrprogramms des Projektes Douay veröffentlicht. Vor kurzem wurden drei Bohrungen in der Douay Westzone durchgeführt. Eines der letzten Resultate erbrachte z. B. die Bohrung DO-07-26, die mit 11,0 Gramm Gold pro Tonne über 1,4 Metern die Verlängerung der 5-4 South Zone in Richtung 5-4 North Zone bestätigte.

Seit 1986 haben Vior und seine Partner sechs Goldzonen innerhalb eines Abschnitts von acht Kilometern entdeckt. Das Management möchte die Ressourcen zwischen den Zonen erweitern und besitzt damit viele weitere Erkundungsziele. Bevor die Bergleute an das Gestein gelangen, müssen sie durch 20 bis 50 Meter Sand. Das macht die Erkundungen ein wenig anspruchsvoller. Doch zeitlich parallel kann schon die Rampe nach unten verlegt werden, um den Zugang zum Erzkörper zu erhalten und unter Tage zu bohren. Die Firmenleitung will sogar vor der Produktion unter Tage gehen - von dort aus kann der Erzkörper besser definiert werden.

Vergleichsweise hoher Hebel auf den Goldpreis

Beim Mengentest liegen die Betriebskosten zunächst bei 450 USD pro Feinunze. Dies ergäbe beim gegenwärtigen Goldpreisniveau einen unserer Ansicht nach hohen Hebel und einen Bruttogewinn von 200 USD pro Feinunze Gold. Beim Übergang in die tatsächliche Produktion könnten die Kosten gesenkt werden, da der Goldgehalt zunächst fünf Gramm pro Tonne beträgt. Später, wenn man sich nach der Vorproduktion dem Kern des Erzkörpers angenähert hat, werden es sieben bis acht Gramm Gold pro Tonne sein. Weiter werden die noch abzuschließenden Verträge im Zuge der Produktion die Kosten beeinflussen. Genaueres hierüber wird wohl in einem Jahr bekannt sein.

Joint Venture mit Hauptaktionär Inco

Im September 2006 unterzeichnete Vior eine Vereinbarung mit dem Basismetallriesen und Hauptaktionär Inco für das Grundstück Lac-Édouard, ebenfalls in Quebec. Vior führt alle Erkundungsarbeiten durch, im dritten Quartal 2007 im Wert von 125.000 CAD. Inco übernimmt die Finanzierung dieser Nickel-Kupfer-Lagerstätte, die bereits vor über 30 Jahren teilweise abgebaut wurde. Historische Werte geben einen Nickelgehalt von 1,6 % und einen Kupfergehalt von 0,5 % an. Wie bei Douay ist auch bei diesem Projekt die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden. Neuere Erkundungsmethoden hat das Grundstück seit Jahrzehnten nicht gesehen. Dies lässt nicht nur auf eine Bestätigung, sondern auch auf eine Erweiterung der Lagerstätte hoffen.

Überlebensfähig und begehrt

Das Bergbauunternehmen Vior existiert seit 1984 und wurde seither nie konsolidiert. Da Inco die Goldgrundstücke verließ, um sich auf Basismetalle zu konzentrieren, erhielt der Basismetall-Gigant Aktien von Vior. Diese Aktien allerdings wurden nie veräußert, so dass Inco heute mit einem Firmenanteil von inzwischen etwa 15 % weiter Hauptaktionär ist. Es laufen 70,0 Mio. Aktien des Unternehmens um. Da Vior kurz vor der Produktion bzw. umfangreicheren Vorproduktion steht, halten wir das Unternehmen unter der Prämisse eines stabilen bis steigenden Goldpreises heute für einen klaren Kauf, insbesondere beim momentanen Aktienkurs von ca. 0,12 Euro.