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Vom 04.06.2007


BRANCHE

Quebec bezahlt Gold-Exploration

Signifikanter Metallabbau in Quebec

Mit einer jährlichen Produktion im Wert von 3 Milliarden Kanadischen Dollar ist der Bergbau einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Quebec. Die Provinz trägt etwa acht Prozent zur gesamten Bergbauproduktion Kanadas bei und liegt in der Rohstoff-Förderung hinter Alberta, Ontario und British Columbia an vierter Stelle. Schwerpunkt des Abbaus in Quebec bilden die Metalle: Eisen, Gold, Kupfer, Zink und andere Metalle machen etwa zwei Drittel der dort geförderten Rohstoffe aus. Weitere wichtige Rohstoffe sind vor allem Asbest, aber auch Steine, Zement sowie Sand und Kies.

In guter Nachbarschaft

Cadillac, Chibougamau, Amos, Val-d’Or, Brouillan Township und Rouyn-Noranda gehören zu den wichtigsten Gold-Bergbauzentren in Quebec. Sie alle befinden sich im Südwesten der Provinz, wo sie im Übrigen eine Verbindung zum Gold-Trend mit Hemlo in Ontario darstellen. In den vergangenen Branchen-Porträts Sept. 2005, März 2006 und Okt. 2006 haben wir Quebec immer wieder als attraktiven Standort für den Gold-Bergbau vorgestellt. Die zahlreichen Abbaustätten haben eine positive Ausstrahlung auf neue Minen. Einerseits horchen Investoren bei der Nennung bekannter und gewinnträchtiger Regionen auf, andererseits können die Bergbau-Firmen auch ganz praktisch die vorhandene Infrastruktur mit Straßen und günstiger Elektrizität, aber auch mit vielen vorhandenen Mühlen und auch älteren Anlagen nutzen. President Patrick Bradley vom Gold-Explorer Vior erläutert im Interview mit dem Frankfurter Finance Newsletter an einem Beispiel, wie ihm die jahrzehntelange Bergbautätigkeit in der Region in seinem konkreten Fall hilft: "Unsere Abbauanlagen wurden 1997 errichtet. Sie wurden nie genutzt, da der Goldpreis damals zu niedrig wurde. Die Anlagen sind in einem perfekten Zustand und wurden stets gepflegt."

Quebec finanziert Erkundungsausgaben mit

Durch die räumliche Ballung von Bergbauexperten und Bergbau-Ausrüstungen sind auch die Bohrkosten pro Meter mit 45 bis 55 CAD traumhaft günstig. Die guten Voraussetzungen für den Bergbau in Quebec sind allerdings kein Zufall. Die Bergbautradition in der Provinz hat Politiker dazu veranlasst, die Erkundung intensiv zu fördern - auch finanziell. Noch bedeutend günstiger werden die Bohrungen in Quebec durch die Erstattung von Teilen der Erkundungskosten: Bei Projekten in südlicheren Regionen der Provinz erhalten Bergbaufirmen 38 % der Erkundungsausgaben von der Provinz zurück. Bei nördlicheren Projekten sind es bis zu 50 %. Selbst die Kosten für die erste Produktion von bis zu 10.000 Feinunzen Gold gehen noch als Erkundungsausgaben durch. Die Regierung in Quebec unterstützt Bergbaufirmen auch sehr mit einer umfangreichen Datenbank mit geologischen Informationen der Provinz. Eine staatliche Feld-Erkundung wird dort nun seit über 50 Jahren durchgeführt. Hilfreich sind solche Daten insbesondere, wenn neue Claims zur Vergabe stehen oder Gebiete ansonsten noch recht unerkundet sind.

Umweltpolitisch und sozial verantwortlich

Quebec ist auch in Bezug auf Umweltbestimmungen, Ureinwohnern oder Wild- und Naturparks sehr bergbaufreundlich eingestellt. Es ist uns kein Fall bekannt, bei dem die Provinzregierung den Abbau wegen Umweltangelegenheiten oder Ureinwohnern gestoppt oder verzögert hätte. Zudem genießen die Minen in Nordamerika den Ruf, weltweit mit die höchsten Standards vorweisen zu können. Mit Ureinwohnerverbänden wurden generelle Vereinbarungen getroffen. Und mit all den Steueranreizen für die Erkundung wäre es auch absurd, die anschließende Entwicklung der Minenprojekte nicht weiter zu fördern. Dass sich daran auch so bald nichts ändern wird, lässt ein Blick auf die politischen Verhältnisse der Vergangenheit erkennen. Seit 20 Jahren sind die Regierungen in Quebec bergbaufreundlich eingestellt. Alle geplanten Bergbauprojekte konnten durchgeführt werden. Die Politiker der Provinz sind offenkundig sehr um die sprudelnden Steuerquellen durch den lukrativen Bergbau bemüht.