Jacob Friesen
Corporate Development
Goldex
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CA3813661038, GDX.V

 
 


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Vom 05.09.2007


INTERVIEW

Goldex Resources

Goldex Resources (CA3813661038, GDX.V, www.goldex.ca) exploriert im heute prosperierenden Guatemala. Die Golderkundungsgesellschaft stellt für kommendes Jahr eine Goldressource nach kanadischem Bergbaustandard in Aussicht. Manager für Corporate Development, Jacob Friesen, erläutert das für Herbst geplante Bohrprogramm im Interview mit dem Frankfurter Finance Newsletter. Das Interview führte Jürgen Felger für den Frankfurter Finance Newsletter.

BRANCHE

Der in Guatemala 36 Jahre herrschende Bürgerkrieg wurde Mitte der 90er Jahre beendet. Wie sieht die Situation vor Ort heute aus und wie würden Sie das politische Risiko dort beschreiben?

Guatemala hatte 1996 seine ersten demokratischen Wahlen. Im September wird übrigens über einen neuen Präsidenten abgestimmt. Ich war erst letzten Monat wieder im Land und habe von der dortigen Regierung und dem Ministerium erfahren, dass man nach der Wahl eine ähnliche Politik wie bisher erwartet. Alle Präsidentschaftskandidaten befürworten den Bergbau und wollen diesen Industriezweig wachsen sehen.

"Goldcorp hat möglicherweise 50 Kilometer von unserem Projekt sowie auf einem zu uns angrenzenden Grundstück eine erhebliche Menge an Gold. Wir glauben also, uns in einer ausgezeichneten Region zu befinden, die sehr reich an Vorkommen ist."

Mit Ihrem Erkundungsprojekten kann sich Goldex Resources in guter Gesellschaft wähnen, z. B. mit Goldcorp und anderen.

Goldcorp hat für etwas über 21 Mrd. USD Glamis Gold (GLG) übernommen, eine Bergbaugesellschaft aus Guatemala. Dies wurde im November 2006 bekannt. Die erste Mine wurde dort im September 2005 in Betrieb genommen. Für Glamis war es die erste Mine. Goldcorp wird deren Arbeit fortführen. Diese Mine und vielleicht eine zweite Mine werden über Jahre hinweg produzieren können. Ein anderes Unternehmen mit dem Namen Firestone Ventures glaubt, mit einem Zinkvorkommen fündig geworden zu sein. Skye Resources kann mit einer großen Nickel-Entdeckung aufwarten. Im Moment bauen sie mehr im Norden von Guatemala, unweit der mexikanischen Grenze, eine Schmelzanlage und gehen in Produktion. Aurogin Resources kann nahe Guatemala City ein Goldprojekt mit einer jährlichen relativ geringen Produktion von 25.000 pro Jahr vorweisen, aber mit Potenzial sie zu erweitern. Goldcorp hat möglicherweise 50 Kilometer von unserem Projekt sowie auf einem zu uns angrenzenden Grundstück eine erhebliche Menge an Gold. Wir glauben also, uns in einer ausgezeichneten Region zu befinden, die sehr reich an Vorkommen ist. Zwei Verwerfungen kreuzen sich auf unserem Grundstück. Es ist Gold auf unserem Gebiet. Was wir die nächsten ein oder zwei Jahre herausfinden wollen, ist, ob ein ökonomischer Abbau möglich ist.

Wenn ich die Exportgüter von Guatemala betrachte, finde ich Kaffee, Zucker, Öl, aber dann auch Bananen, Früchte und Gemüse. Ich kann Metalle unter den Hauptexportgütern nicht finden.

Goldcorp muss auf irgendeine Weise auch ein Exportprogramm haben. Die exportierten Mengen dürften erheblich sein. Der Bergbau jedoch ist in Guatemala eine noch relativ junge Branche. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden die Veränderungen auch in den Statistiken sichtbar sein.

Gab es nicht auch Bohrungen, die unter anderem durch die Vereinten Nationen veranlasst wurden?

Die Vereinten Nationen haben ein umfangreiches Bohrprogramm Mitte und Ende der 80er Jahre finanziert. Die Ausführung oblag dem Ministerium für abgeleiteten Bergbau. Auf unserem Grundstück wurden 65 Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils etwa 110 Meter durchgeführt. Dabei ergab sich eine historische Ressourcenkalkulation von 432.000 Feinunzen Gold. Wir haben bei der letzten Bohrsaison zunächst Bestätigungsbohrungen vorgenommen, die zu ähnlichen Metallgehalten führten. In anderen Gebieten haben wir ebenfalls drei Mal gebohrt, mit gemischtem Erfolg.

Um zu den Unternehmensfragen überzuleiten: Wie beeinflusst die Regenzeit Ihre Erkundungsarbeit?

Die Regenzeit in Guatemala erstreckt sich von Mai bis September oder Oktober. Dieses Jahr gab es sehr schwere Niederschläge. Deshalb haben wir unser Bohrgerät bereits im April abgebaut. Besonders die hügeligen Bereiche erschienen auf Grund von Erdrutschen gefährlich. In der Regenzeit versuchen wir, so viel grundlegende Erkundung wie möglich zu betreiben. Wenn wir im November zurückkehren, haben wir weitere Bohrziele. Bis dahin wollen wir zum Beispiel auch mehr über die Geröllverwerfungen herausfinden, die den Hügel herunterkommen. Darin befindet sich häufig Gold. So wollen wir in einem bestimmten Bereich sechs Bohrungen vornehmen. Wir sind sehr darauf aus, weitere Bohrungen durchzuführen.

UNTERNEHMEN

Sie haben ab November ein weiteres Bohrprogramm vor sich. Wie intensiv wird dieses sein?

Der genaue Umfang des Bohrprogramms steht noch nicht fest. Wir erwarten ein Minimum von 2.000 Metern.

Soweit zu verstehen ist, sind die vermuteten Vorkommen nahe der Oberfläche. Ich beginne zu rechnen.

Das tiefste Bohrloch wird 300 Meter tief sein. Die durchschnittliche Tiefe beim letzten Bohrprogramm waren 150 Meter. Der genaue Umfang des Bohrprogramms steht noch nicht fest.

"Allein bei einem Zielgebiet wollen wir fünf bis sechs Bohrungen vornehmen. Drei oder vier Zielgebiete wollen wir bebohren."

Wir können also bei 2.000 Meter Bohrungen weitere 10 bis 20 Bohrungen erwarten?

Es werden wohl eher an die 20 Bohrungen sein. Allein bei einem Zielgebiet wollen wir fünf bis sechs Bohrungen vornehmen. Drei oder vier Zielgebiete wollen wir bebohren.

Und wenn alles glatt läuft, wird es dort irgendwann einen offenen Tagebau geben.

Es ist eine große offene stufenförmige Mine geplant.

Wenn wir uns nächstes Jahr wieder sprechen, nach der Bohrsaison, werden Sie dann abgeleitete Ressourcen vorweisen können?

Ich würde sagen, dass wir nächsten Herbst mit den umfangreicheren Informationen eine gute Chance auf einen Bericht nach 43-101 haben werden.

Um die Chancen auf Gold besser abschätzen zu können: Liegen andere Firmen in Ihrer Nähe?

Goldcorp ist unser Nachbar.

Sie erwähnten einige Bohrungen, die nicht die gewünschten Ergebnisse lieferten. Wie gehen Sie detailliert vor, um dieses Mal bessere Ziele zu erhalten?

Natürlich entnehmen wir Oberflächenproben. Damit wir die Lage der Falten erkennen können, führen wir Grabungen durch, sobald der Regen nachlässt. Wir wollen herausfinden, wo die Adern verlaufen, ob sie gerade oder im Winkel verlaufen. Wir haben im Moment ein neues Gebiet, dass unser Chefgeologe genauer untersucht. Wie auch immer - die nächsten Arbeiten, die anstehen, sind Grabungen.

Ich meine aus Ihrem Aktienkurs ein Muster herauslesen zu können. Im März 2006 und im Januar 2007 gab es jeweils deutliche Höhen. Investoren können mit den neuen Ergebnissen auch mit einer neuen Bewegung im Aktienkurs rechnen.

Ich glaube, eine Erhöhung des Aktienkurses im Zuge des kommenden Bohrprogramms ist ein wahrscheinliches oder realistisches Szenario. Wenn wir vernünftige Ergebnisse erhalten, wird sich dies im Aktienkurs niederschlagen, bei außergewöhnlich guten Nachrichten umso mehr. Der Aktienkurs ist heute fast an seinem Allzeittief angekommen. Das Abwärtsrisiko halte ich für sehr gering. Für Investoren gibt es kaum einen günstigeren Zeitpunkt als im Moment.

Wollen wir etwas über Ihr Engagement in Mexiko sprechen?

In Mexiko haben wir vor kurzem mit der Arbeit begonnen. Wir arbeiten an der Akquisition weiterer Grundstücke rund um unser vorhandenes Projektgebiet. Im August und September werden wir das Grundstück überfliegen und Ziele ausfindig machen. Im November planen wir, dort zu bohren. Der Herbst wird also sehr arbeitsreich. Die oberflächliche Geologie dort finden wir sehr interessant, denn als wir die Due Diligance durchführten, erhielten wir erhebliche Grade an Gold und Silber. Und zudem schienen die Ergebnisse starke Ähnlichkeiten zur großen Teheman-Mine aufzuweisen, die von der großen mexikanischen Bergbaugesellschaft Peñoles betrieben wird. Diese Mine befindet sich lediglich 50 Kilometer von uns entfernt und ist bereits seit etwa 100 Jahren im Betrieb.

"In Guatemala dauert die Erkundung länger, obwohl wir dort anders als bei unserer Erkundung in Mexiko auf die Ergebnisse historischer Bohrungen zugreifen können."

Wie würden Sie die Bedeutung der beiden Projektgebiete Guatemala und Mexiko abwägen? Kann man sagen, Sie haben vielleicht größere Mengen in Guatemala, aber die schnelleren Resultate in Mexiko?

So kann man das sagen. Aus den kommenden elektromagnetischen Luftaufnahmen in Mexiko erwarten wir interessante Ergebnisse und sind recht aufgeregt über dieses Projekt im mexikanischen Bundesstaat Durango. Natürlich dauert es mit Guatemala länger, obwohl wir dort anders als in Mexiko auf die Ergebnisse historischer Bohrungen zugreifen können.

Bevor wir zu den Management-Themen kommen, vielleicht noch ein letztes Thema zum Unternehmen selbst: In Ihrer Unternehmenspräsentation kündigen Sie, wie zu verstehen ist, neue Akquisitionen an.

Wir prüfen derzeit drei weitere Grundstücke. Die Erkundung ist recht ermutigend und wir werden Angebote unterbreiten. Wir wollen bis Ende des Jahres mindestens vier Projekte vorweisen können. Denn eine unserer Schwächen war der geringe Nachrichtenfluss. Die Investoren benötigen Nachrichten. Sie wollen wissen, was wir tun und wie unsere Suche verläuft. Mit vier Grundstücken erwarten wir uns mehr Aktivitäten und damit mehr Nachrichten. Alle im Unternehmen haben ein merkliches Interesse an dem Voranschreiten von Goldex Resources. Wir können einen institutionellen Investorenanteil von 40 % vorweisen. Das Management und das nähere Umfeld hält ungefähr 30 %. Die restlichen 30 % befinden sich im Streubesitz. Es laufen lediglich etwa 40 Mio. Aktien um.

Wo wollen Sie die Akquisitionen vornehmen?

Wir halten Ausschau nach Projekten in Mexiko, British Columbia, Nevada und Zentralamerika.

Also auch evtl. ein weiteres Projekt in Guatemala.

Wenn sich uns in Guatemala ein Projekt anbietet, werden wir es prüfen.

MANAGER

Vor drei oder vier Jahren wurde Goldex gegründet. Wie hat das Management-Team zusammengefunden?

Das Unternehmen hieß zuvor Python Oil and Gas. Es gab eine Veränderung in der Aktionärsstruktur. Das Unternehmen wurde vom derzeitigen Management und anderen umgewälzt und finanziell bereinigt. Im Dezember 2003 erwarben wir das erste Grundstück, eines unserer heutigen Grundstücke in Guatemala. Seither haben wir zwei Grundstücke im Umfang von 140 Quadratkilometern zusammengefügt. Wir haben schon einiges erreicht und wollen weitere Bohrziele ausfindig machen, um das komplette Grundstück zu erkunden.

Könnten Sie uns etwas über das Management des Unternehmens mitteilen?

Wir können viel Erfahrung in der Finanzierung und Führung von Unternehmen vorweisen. Auf der geologischen Seite sind wir ebenfalls versiert. Zwei unserer Geologen sind im Board of Directors, unser Chefgeologe leitet die Projekte. Alle haben aus Projekten Minen gemacht. Larry D. Kornze war ehemals bei Barrick Gold und dort für die Erkundung in Zentral- und Südamerika zuständig. Er zeichnet verantwortlich für eine große Mine in Nevada. Clancy Wendt fand viele Projekte, aus denen später auch tatsächlich Erz abgebaut wurde, und hat viel Erfahrung in Mexiko sowie in Nord- und Südamerika. Richard Bybee arbeitete die letzten 14 oder 15 Jahre in Zentralamerika. Er hat drei Grundstücke in Nicaragua und Honduras entdeckt, die später Minen wurden. Und er spricht die Sprache vor Ort. Wir sind sehr glücklich mit unserem geologischen Team, das insgesamt vielleicht Hundert Jahre Erfahrung aufweist - für uns das größte Kapital.

Haben Sie nun sich selbst erwähnt?

[Lachen] Ich war viele Jahre als Geschäftsführer meines eigenen Vermögensverwaltungsunternehmens im Kundenkontakt tätig. Vor etwa sechs Jahren habe ich das Unternehmen, das 85 Mio. CAD verwaltete und fast 100 Mio. CAD Versicherungen umfasste, verkauft. In Goldex Resources war ich als einfacher Investor beteiligt. Dann wurde ich gefragt, ob ich Goldex in Sachen Unternehmensentwicklung und Finanzierung könnte. Das war vor etwa vier Jahren. Dieser Aufgabe habe ich mich wegen der Zukunftsaussichten des Unternehmens nach anfänglicher Abwehr gestellt.

Vielleicht können Sie etwas über das Management des Unternehmens in Guatemala mitteilen.

Das Unternehmen vor Ort ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen, das das Tagesgeschäft übernimmt, örtliche Steuern bezahlt und die dortigen Mitarbeiter beschäftigt. Wir verfügen über einen gut qualifizierten örtlichen Buchhalter, über rechtliche Vertreter und Feldgeologen vor Ort. Wir arbeiten übrigens auch mit einigen beratenden Geologen, die wir bei Gelegenheit nutzen können.