Dr. Jeffrey Malaihollo
Managing Director
Central China Goldfields
www.ccgoldfields.com
GB00B06JK880, GGG.L

 
 


Haftungsausschluss
Offenlegung der Interessen
Copyright


Senden Sie diese Seite einem Bekannten...



DRUCKEN

 

Vom 15.10.2007


INTERVIEW

Central China Goldfields

Central China Goldfields (GB00B06JK880, GGG.L, www.ccgoldfields.com) hat sich vor kurzem neu ausgerichtet und forciert schnelle Projekte, um daraus finanzielle Mittel für spätere Erkundungen zu schöpfen. Innerhalb von zwölf Monaten soll mit der kürzlich erworbenen kleinen Goldmine Dong Mao Huo bedeutend mehr produziert werden als momentan, um die Erkundung für das potenzielle Milliarden-Kupferprojekt Nimu in China voranzutreiben. Managing Director, Dr. Jeffrey Malaihollo, erläutert die Strategie der zwei Stufen im Interview mit dem Frankfurter Finance Newsletter. Das Interview führte Jürgen Felger für den Frankfurter Finance Newsletter.

BRANCHE

In China präferiert man eher höhergradige Lagerstätten und einen schnellen Abbau, weiß ich aus unserem letzten Gespräch.

Das hat historische Gründe. Früher haben Institutionen der Regierung erkundet und viele Menschen hierfür in Anspruch genommen. Dadurch entstand die Notwendigkeit, schneller als gesund ist, Cashflow zu generieren. Sobald mineralisiertes Gestein gefunden wurde, begann man mit der Entwicklung. Ein Grund hierfür sind auch die geringen Arbeitskosten. Manchmal reichen dafür bereits dünne Adern mit ein paar Zentimetern Dicke. Die Einnahmen fließen dann wieder an die Institutionen der Regierung zurück. China hat dementsprechend viel Erfahrung mit kleinen Minen.

Im Gegensatz dazu haben wir, wie die meisten westlichen Firmen, einen anderen Ansatz und treten zunächst einen Schritt zurück und erkunden eine größere Ressource nach dem Bergbaustandard 43-101. Erst dann beginnen wir in großem Stil mit dem Abbau. Die uns vorliegenden Daten sind ausgezeichnet. Wir interpretieren diese und verbinden Punkte.

"Es gibt meiner persönlichen Meinung nach momentan zu viele Bergbauunternehmen in diesem Markt. Wir gehen daher lieber früher als später in Produktion."

China benötigt jetzt Rohstoffe. China expandiert. Spüren Sie den Druck, schnell in Produktion gehen zu müssen?

Nicht vom Standpunkt der Chinesen aus. Ja, China benötigt Ressourcen, aber heute investiert das Land außerhalb, insbesondere in Afrika. Dieses Gefühl, unter Druck zu sein, kommt eher von der Finanzierungsseite her. Es gibt meiner persönlichen Meinung nach momentan zu viele Bergbauunternehmen in diesem Markt. Wir gehen daher lieber früher als später in Produktion. In China kommen wir von der geologischen Seite her zügig voran. Der Papierkrieg dauert jedoch länger als wir es gerne hätten. Besonders in den abgelegenen Regionen müssen wir mit den örtlichen Behörden eng zusammenarbeiten und ihnen westliche Standards erläutern, denn man kannte dort ausländische Investoren vorher nicht.

Die chinesische Wirtschaft ist weiterhin ein großes Thema in den Medien. Auch wenn Sie jetzt schockiert sind - wird China nicht geschwächt bei einer Aufwertung der Landeswährung? Schadet dies nicht möglicherweise auch dem Bergbau?

Ich bin kein Volkswirt. Ich deute die Situation so: Die Chinesen verfügen über eine Billion an Währungsreserven in US-Dollar. Die Angst der Chinesen bezieht sich auf den US-Dollar. Ich sehe drei Gründe, warum China so aggressiv in Südamerika und Afrika investiert. Das meiste Kupfer und Zink wird weltweit von den Chinesen verbraucht. Dort werden immer mehr Rohstoffe benötigt. Zweitens investiert das Land seine US-Dollars in Gold, Kupfer, Nickel, Zink und andere Rohstoffe. Drittens werden die Chinesen zu globalen Playern aufsteigen und beginnen anstatt mit Nordamerika, Europa oder Australasien, wo viel Wettbewerb herrscht, lieber mit Afrika und Südamerika.

Wenn der USD fällt wird die chinesische Währung Remimbi stärker. Aber bitte bedenken Sie, dass die Betriebskosten in China bedeutend geringer sind. Einen Top-Manager erhalten wir für 500 USD im Monat und einen Geologen für 300 oder 400 USD.

UNTERNEHMEN

Mit Central China Goldfields liegt Ihr Fokus auf China.

Wir verfügen über vier Projekte in China, von denen zwei momentan besonders von Interesse sind: das Kupferprojekt Nimu in Tibet und die kleine Goldmine Dong Mao Huo in der Mongolei.

Und das Goldprojekt Snow Mountain?

Wir haben unseren Fokus auf die bereits produzierende Goldmine Dong Mao Huo verlegt.

"Dong Mao Huo ist eine kleine produzierende Goldmine. Wir haben die Goldproduktion gestoppt und konzentrieren uns auf die Erkundung."

Es handelt sich also um eine produzierende Goldmine?

Dong Mao Huo ist eine kleine produzierende Goldmine. Wir haben die Goldproduktion gestoppt und konzentrieren uns auf die Erkundung. Die Idee ist, die Produktion zu steigern und die Lebensdauer der Mine zu steigern, indem wir die Ressourcen erhöhen, denn die Bergbaulizenzen sind bereits vorhanden. Wenn wir die Bohrungen beendet haben und die Ergebnisse veröffentlicht sind, werden wir die Produktion wieder aufnehmen. Unser Konzept ist, von einer Mine unter Tage auf einen Tagebau umzustellen. Das schließt ein, nicht nur die hochgradigen Adern zu verfolgen, sondern auch geringere Goldgehalte zu nutzen. Unser Ziel sind sehr viel mehr Tonnen Gestein zu verarbeiten als bislang dort geschehen.

Sie pausieren also mit der Produktion, um ausreichend Ressourcen für eine große Mine zu erkunden.

Die momentane Produktion ist mit jährlich etwa 5.000 Feinunzen Gold sehr gering. Wir wollen diese auf 20.000 bis 30.000 Feinunzen pro Jahr erhöhen. Die Chinesen haben bereits 130.000 Feinunzen definiert. Danach würde sich bereits jetzt eine Lebensdauer der Mine von vier bis fünf Jahren ergeben. Es gibt sehr viel Potenzial für mehr Feinunzen.

Gehen wir noch einmal einen Schritt zurück. Wir sprechen von unterschiedlichen Arten der Produktion. Welche Beispiele gibt es in China für große Gruben westlicher Unternehmen?

China ist nach jüngsten Berichten der zweitgrößte Goldproduzent weltweit hinter Südafrika, hat die USA und Australien überholt. Offenkundig gibt es jede Menge Rohstoffe in China. Es gibt die Zink-Mine von Griffin Mining eines in London beheimateten Unternehmens. Jinshan Mines, ein kanadisches Unternehmen, befindet sich nur 90 Kilometer von unserem Grundstück Dong Mao Huo entfernt. Dort wurde die Erkundung im Juli erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen Eldorado hat vor vielleicht 16 Monaten seine Erkundung abschließen können. Und das australische Unternehmen Sino Gold bringen momentan eine neue Mine in Produktion. Es gibt viele Firmen, die vor allem in den letzten Jahren in Produktion gingen.

Im Vergleich zum letzten Jahr haben Sie nun Ihren Fokus verändert. Wie ist die Gewichtung in Sachen Investitionsvolumen und Management-Zeitressourcen der beiden Projekte Dong Mao Huo und Nimu?

Das meiste Geld und die meiste Zeit, vielleicht 70 %, investieren wir immer noch in das große Kupferprojekt Nimu in Tibet. 20 bis 25 % unserer Finanzen und unserer Zeit wenden wir für das Goldprojekt Dong Mao Huo auf. Andere Projekte betrachten wir ebenso weiterhin. Wir haben bei dem Projekt Nimu einige gute Bohrkerne aus dem Boden gezogen. Es scheint alles auf ein sehr großes Projekt hinzudeuten. Dort werden wir viel Geld und Zeit investieren. Deshalb beschleunigen wir das kleine Projekt, um sehr kurzfristig Cashflow für die geplante große Kupfermine zu generieren.

Der Zeitfaktor spielt also eine Rolle. Mit dem Goldprojekt Dong Mao Huo werden Sie Cashflow für das Kupferprojekt Nimu erhalten.

Und es gibt noch das Projekt Snow Mountain, welches ebenfalls in diese größere Kategorie fällt. Anstatt viel Geld in langsame Projekte zu stecken, forcieren wir ein schnell zu entwickelndes Projekt, um uns daraus selbst zu finanzieren.

Heute sagen Sie sich, dass Dong Mao Huo zwar das kleinere, aber schnellere Projekt ist.

Die Bergbaulizenz und alles ist bereits vorhanden, so dass wir mindestens die 130.000 Feinunzen Gold herausholen können. Ich bin bei diesem bestimmten Projekt nicht daran interessiert es auf den Standard 43-101 zu hieven. Bei dem kleineren Goldprojekt Dong Mao Huo möchte ich Cashflow sehen. Daneben können wir intern den Nachweis einer richtigen Einschätzung führen. Mit einem kleinen Projekt wie diesem benötigen wir kein großes Bankdarlehen. Wir können auch von der Finanzierungsseite her schnell agieren.

Wie sähe der zeitliche Rahmen dieses Goldprojektes aus? Des Weiteren frage ich mich, welche Anlagen Sie weiter verwenden können und wie hoch die Investition für Dong Mao Huo sein wird.

Wenn wir die Scoping Study in etwa drei Monaten fertig gestellt haben, werden wir klarer sehen. Doch diese Study beginnen wir gerade erst. Zunächst haben wir die geophysische Studie erstellt. Es ist nicht gesagt, dass es sicher ist, aber heute sind wir zuversichtlich, dass es viel mehr Potenzial als die 130.000 Feinunzen gibt. Ende August haben wir erste Bohrungen vorgenommen, um die Gewichtsverteilung für den genauen Standort der Mine zu erhalten. Auf der Basis dieser Daten können wir uns ein Bild machen, was notwendig ist und wie viel Geld wir zur Realisierung unserer Pläne investieren müssen. All diese Fragen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt beantworten können. Das Schlimmste, das uns passieren kann: Wir weisen nach, dass 130.000 Feinunzen Gold tatsächlich vorhanden sind. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zumindest auf Basis der korrekten Anzahl von Feinunzen auch unter Tage effizienter arbeiten und die 5.000 Feinunzen Gold deutlich werden erhöhen können.

In drei Monaten wissen wir also mehr.

Wir hoffen, wir können innerhalb dieser drei Monate alle Fragen beantworten. Danach können wir direkt damit beginnen, den Abbau zu planen. Alle Lizenzen sind vorhanden. Ich habe für den Produktionsstart einen zeitlichen Rahmen von innerhalb 12 Monaten im Auge.

Zu dem Kupferprojekt Nimu: Ich sehe in einer Ihrer Präsentationen einen Wert von 60 Meter mit 1,3 %.

Das war eines der Grabungsergebnisse. Bei der ersten Bohrung kamen wir auf 0,4 % Kupferäquivalent, ein Grenzwert. Danach haben wir das Bohrgerät in dem zweiten Gebiet aufgestellt und konnten auf der Spitze des Hügels mit richtig schönen Kupferanteilen aufwarten. Wir hatten 220 Meter bei 0,5 % Kupferäquivalent. Die Hälfte davon ist Molybdän. Dasselbe Bohrloch liefert 1 % Kupferäquivalent auf 80 Meter und an der Oberfläche 1,3 % Kupfer. Wir wissen, dass die Mineralisierung von der Oberfläche abwärts bis 200 Meter in die Tiefe reicht und die Länge mindestens 300 Meter ist. In der Tiefe 500 Meter. Es sieht also nach einem großen Projekt aus. Zwei Kilometer nördlich stoßen wir ebenfalls auf einen Kupferanteil von etwa 1,5 %, das jedoch mit mehr epithermalen Gegebenheiten verbunden ist und auch Gold, Schwefel, Blei und Zink enthält. Nach den momentanen Bohrungen und einer möglichen Erweiterung des Gebietes werden wir die nächsten Bohrziele bestimmen.

"Das Kupferprojekt Nimu wird mindestens vier oder fünf Jahre auf sich warten lassen. Das kleine Projekt jedoch wird hoffentlich innerhalb von 12 Monaten in Produktion zu bringen sein. Zur gleichen Zeit wollen wir auch weiter die anderen Projekte betrachten."

Wenn also alles glatt läuft, produzieren Sie Gold in zwölf Monaten mit dem Projekt Dong Mao Huo und Kupfer vielleicht in vier bis fünf Jahren mit dem Projekt Nimu?

Das Kupferprojekt Nimu wird mindestens vier oder fünf Jahre auf sich warten lassen. Das kleine Projekt jedoch wird hoffentlich innerhalb von 12 Monaten in Produktion zu bringen sein. Zur gleichen Zeit wollen wir auch weiter die anderen Projekte betrachten. Aber die Betonung liegt auf der Generierung von Cashflow. Für meinen Geschmack gibt es zu viele Erkundungsunternehmen. Ich möchte vielleicht zwei oder drei kleine Minen in Produktion bringen, um von jeder Mine vielleicht fünf bis sieben Millionen Dollars Cashflow für die großen Projekte wie Nimu zu erhalten.

Sie sagen also, es gibt dort zu viele Bergbauunternehmen, die versuchen Geld einzusammeln.

Der Markt erschöpft sich langsam. Es gibt zu viele kleine Erkundungsunternehmen, die den Markt betreten und Geld einsammeln wollen. Ich versuche das jetzt zu vermeiden. Zumindest wollen wir einen Teil selbst finanzieren. Das nächste Mal, wenn Central China Goldfields mit Kapitalbedarf an den Markt herantritt, soll es für die große Produktion sein.

MANAGER

Das Management ist mit einigen Geologen bestückt. Sie Herr Malaihollo sind selbst Geologe, der Chairman Nigel Bruce Clark ebenfalls. Und es gibt zwei Non-Executive Directors, die Geologen bzw. China-Experten sind.

Ich bin Geologe und habe für Rio Tinto und dann für Billiton 97/98 gearbeitet. Später habe ich als Director für eine kleine Investment Bank als Spezialist für Bergbau gearbeitet. Unser Chairman Nigel Bruce Clark ist ebenfalls Geologe. Clark war über 30 Jahre lang für Billiton tätig und lebt seit 1997 in China, wo er damals das dortige Büro aufgebaut hat. Er wurde Geschäftsführer der dortigen Handelskammer. In den letzten zwei Jahren hat er die China International Mining Group geleitet, eine Organisation, die eine Sammlung westlicher Unternehmen in China darstellt, um die Bergbaugesetzgebung und die auf den Bergbau bezogene Steuergesetzgebung voranzutreiben und welche die chinesische Regierung informiert. Er verfügt also über Kontakte zu den höchsten ministeriellen Kreisen in China. Es gibt auch einen Director of Finance, der hauptsächlich Erfahrung mit kanadischen Erkundungsunternehmen hat.

Der Rest des Boards ist non-executive: Patrick Aloysius Harford hat hauptsächlich Erfahrung mit australischen Erkundungsunternehmen. John Merfyn Roberts ist Fondsmanager an der Börse London. Dr. Johnny Sei-Hoe Hon stammt aus Hongkong und hat einen guten Draht zur Regierung, insbesondere zur Zentralregierung. Ciceron "Jun" Angeles ist unser Exploration Manager. Jun kann über 30 Jahre Erfahrung als Erkundungsgeologe vorweisen. Er ist Erkundungsmanager bei Newcrest, dem größten Goldproduzenten in Australien. Newcrest hat seine kompletten Reserven durch eigene Erkundungen erhalten. Dr. Richard Shao ist der Joint-Venture-Manager und Chinaexperte. Er war Leiter der Metallurgie-Abteilung in einer spezialisierten chinesischen Universität. Deshalb bringt er entsprechende Branchenkontakte mit.

Wie lange arbeiten Sie und der Chairman in China? Seit zehn Jahren?

Ich habe in China 1997 und 1998 gearbeitet und war zwischenzeitlich in Russland und Osteuropa. 2004 bin ich zurückgekehrt. Unser Chairman jedoch hat seit 1997 stets in China gelebt. Er hat in der Mongolei gearbeitet, in Nordchina. Johnny Sei-Hoe Hon ist aus Hongkong. Zusammen haben wir also mehr als 25 Jahre Erfahrung in China und mit dem Bergbaugeschäft in China. Wir fühlen uns hier wohl.