Stinnes Vorstandsvorsitzender Dr. Wulf Bernotat ist überzeugter Team-Player | www.frankfurterfinance.de

Stinnes Vorstandsvorsitzender Dr. Wulf Bernotat ist überzeugter Team-Player

Karriere im Ölgeschäft

Dr. Wulf H. Bernotat leitet die Veba Tochter Stinnes seit Ende November 1998. Bernotat war zuvor lange Mitarbeiter von Shell und zwei Jahre im Vorstand von Veba. Bernotat hat seine Karriere in der Ölindustrie als Firmenanwelt von Shell in Hamburg 1976 gestartet. Danach wurde er für die Mutterfirma in London 1981 als Business Development Manager für Osteuropa tätig. 1984 kehrte der heute 54-jährige Stinnes-Vorstandsvorsitzende nach Hamburg zurück und übernahm für zwei Jahre zunächst das Handelsgeschäft sowie das Schmier- und Kraftstoffgeschäft Deutschland. In jeweils kurzer jährlicher Abfolge war er für die strategische Planung neuer Technologien und Diversifikation, für das Marketing für Erdgas in Deutschland und schließlich für das Vertriebszentrum Luftfahrt- und Behördengeschäft zuständig. 1989 wurde Bernotat Geschäftsführer für Shell Portugal. 1992 war der gebürtige Göttinger Area Coordinator Africa und Coordinator Coal Business Southern Hemisphere von der Shell-Zentrale in London aus. Gerade einmal ein Jahr von der Zentrale London wieder wegversetzt und zuvor in zahlreichen Stationen eingesetzt hielt es Bernotat dann als Mitglied des Vorstandes Shell France nur ein Jahr, zuständig für Raffinerie und Distribution, bevor er zu Beginn 1996 zu Veba wechselte.

Erfolgreiche Bilanz in rauhem Börsenklima

Bernotat war während seiner Zeit bei Veba für kurze Zeit in den Vorstand gerückt und für Marketing, Vertrieb und Downstream eingesetzt. Seit 1998 ist Bernotat Vorsitzender bei der Stinnes AG und wenn er im Mai 2003, so die Aussagen über den Zeitpunkt des Wechsels, bei Eon antreten wird, war seine Zeit bei Stinnes seine bislang längste Station überhaupt. Er bereitete den Börsengang 1999 vor und wickelte den Verkauf von Stinnes an die Deutsche Bahn AG ab. In dieser Zeit hat sich der Kurs von Stinnes, wenn man die massiven Kursverluste der Aktienmärkte betrachtet, überaus stabil verhalten. Es trifft sich ganz ausgezeichnet für Eon, nahezu wie zufällig, die Stinnes-Anteile in einer schlechten allgemeinen Börsensituation an die Deutsche Bahn AG verkaufen und damit die strategische Ausrichtung des Eon-Konzerns konkretisieren zu können. Gleichzeitig konnte die Doppelspitze im Vorstand des Energiekonzerns abgelöst werden und Bernotat wurde als geeigneter Kandidat für den Vorstand gefunden. Zu dem Schluss, dass Bernotat für diesen Posten in den Jahren zuvor systematisch aufgebaut wurde, kommt auch die Tageszeitung Welt. Schließlich weist Bernotat eine 20-jährige einschlägige internationale Erfahrung im Ölgeschäft von seiner Zeit bei Shell auf.

Ausschöpfung der Potenziale durch offene Kommunikation

Der in Rekordzeit promovierte Jurist Bernotat gilt als quirliger Manager, guter Zuhörer und Meister der scharfen Analyse. Seinem Team verlangt er Höchstleistungen ab und gilt dabei als kooperativer Manager mit offener Kommunikation. Er bleibt immer Team-Player. Zum Beispiel lernt er sein Unternehmen und seine Mitarbeiter durch das regelmäßige Zusammentreffen mit Mitarbeitern aller Ebenen in der Kantine beim Mittagessen besser kennen. So erhält er das ehrlichste Feedback und nutzt das Humankapital seiner Mitarbeiter zu einem sehr hohen Grad. Den Angestellten und sich gönnte er bei Stinnes den freitäglichen krawattenfreien Casual Day bei dem er mit Rollkragen erscheint. Dass Bernotat ein guter Kommunikator im modernen Sinne ist, zeigt sich auch durch seine Sprachgewandtheit und die Beherrschung von sechs verschiedenen Fremdsprachen.

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