Vom 15.01.2007


AKTIENANALYSE

Silverback Media mit aggressiver internationaler Wachstumsstrategie

 
Aktienkurs 11. Januar:
0,49 Euro in Frankfurt oder 0,295 Britische Pfund in London
Anzahl Aktien:
22,7 Mio.

International aufgestellt

Die Aktien von Silverback Media (ISIN: GB00B171CN93, Symbol: SBMP, www.silverback-media.com) werden seit November 2006 am Londoner PLUS Markt (www.plusmarketsgroup.com) gehandelt. Auch in Deutschland (WKN: A0LFD5, Symbol: SVD) ist die Aktie des weltweit agierenden E-Marketing-Unternehmens börsennotiert. In Frankfurt ist der auf auf Beständigkeit bedachte Börsenmakler Close Brothers Seydler für Silverback Media zuständig. Es sind 22,7 Millionen Aktien im Umlauf, voll verwässert 29,9 Millionen. Silverback führt Geschäfte in London, Toronto, Paris und Los Angeles. Die Abteilung Online-Werbung hat ihren Sitz in Toronto, die Abteilung für Mobilmarketing wird von Paris aus betrieben. Momentan wird der meiste Umsatz mit Cellcast in Europa erwirtschaftet. Das Ziel ist ein ähnlich hoher Umsatz für Europa und die USA. Durch die unterschiedlich entwickelten Märkte und die internationale Orientierung kann Silverback den Vorsprung Europas in Sachen Mobilfunk in Nordamerika nutzen und umgekehrt den technologischen Vorsprung im Bereich Internet in Nordamerika auf Europa übertragen. Ab 2008 soll auch der asiatische Markt in nennenswertem Umfang erobert werden.

Aggressive Wachstumsstrategie

Silverback Media besitzt und betreibt interaktive Werbe- und Marketingnetzwerke, sowohl für den Online- als auch für den Mobilfunkmarkt. Das Unternehmen, das durch ein beschleunigtes Wachstum auf sich aufmerksam macht, liefert dabei technologische Lösungen für Marketingaktivitäten, um Kundenbasis und Verkauf zu erweitern. Die Tochtergesellschaft Cellcast, die im Bereich Mobilfunk-Werbung in Frankreich ein nennenswerter Marktteilnehmer ist, war einer dieser Übernahmen. In Europa ist Silverback Media mit dem Tochterunternehmen Cellcast Interactif dem Vernehmen nach sogar eines der führenden Mobilfunk-Marketing-Unternehmen. Mit den als strategisch bezeichneten Vereinbarungen für Mobilfunk-Content unterstreicht Silverback aktuell den Willen, die Geschäftsentwicklung schnell voranzutreiben. Im Exklusiv-Interview mit dem Frankfurter Finance Newsletter erläutert CEO Martin Doane, warum er das Umsatzwachstum für so entscheidend hält: "Ein Umsatz in der Größenordnung von 100 Mio. Euro würde uns in eine neue Liga katapultieren, besonders in Bezug auf die Kunden, die wir ansprechen könnten." Ziel ist die schnelle Erreichung einer kritischen Masse, um sich für den weltweiten Wettbewerb besser zu wappnen.

Starkes Umsatzwachstum in Aussicht gestellt

Die Umsätze werden 2007 wohl stark anwachsen, so die Aussage von Firmenchef Doane. Das Ziel Umsatzwachstum hat Priorität vor dem Zeitpunkt des Break-Even. Im Moment plant das Unternehmen, den freien Cashflow in die Technologie-Plattform und die Entwicklung des Geschäftes zu reinvestieren, anstatt ab Mitte 2007 Gewinne zu erwirtschaften. Das Management sieht Möglichkeiten für neue Investitionen und hält offensichtlich Ausschau nach interessanten Übernahmekandidaten, die mit "etwas Kapital" zur nächsten Entwicklungsstufe geführt werden sollen. Dabei seien Firmen im Blick, die entweder über eine interessante Technologie oder einen zusätzlichen Kundenstamm verfügten und einen Umsatz von über einer Million Euro aufweisen. Im ersten Halbjahr 2006 erwirtschafte Silverback Media bislang selbst nur 1,59 Mio. Britische Pfund. Der Anteil von direkten Kunden und Marken beträgt dabei nach Unternehmensangaben etwa 75 %. Die übrigen Aufträge stammen von Werbeagenturen, die Silverback für eine Marketing-Strategie für das Internet oder den Mobilfunk beauftragen. Silverback agiert in einem derzeit höchst lukrativen Wirtschaftszweig und legt seinen Fokus auf die Entwicklung von Geschäftskontakten. Die Pläne für ein starkes Umsatzwachstum werden offenbar bereits voll in Angriff genommen. Die Größenordnung des Umsatzes soll nach den Wünschen des Managements Ende 2007 eine Million Euro monatlich erreichen.

Ergebnisorientierung

Einen weiteren Grund für das angestrebte Größenwachstum bildet die bessere Möglichkeit der Übernahme von Risiken und des erfolgsorientierten Geschäfts auf Provisionsbasis. So können höhere Margen erzielt werden. Der Kunde zahlt entsprechend dem Rücklauf, den die Werbemaßnahme erreicht. So kann der Kunde sicher sein, dass er mehr Kundschaft erhält, wenn er mehr in Werbung investiert. Je mehr Klicks oder SMS beim Klienten eingehen, desto mehr Provision erhält er. Idealerweise kann der Kunde dabei entspannt auf den Erfolg der Werbemaßnahme warten und Silverback Media kassiert dafür eine höhere Marge. Die Übernahme des Risikos lässt sich Silverback bezahlen. Und je besser Silverback zur Abfederung des Risikos mit finanziellen Mitteln ausgestattet ist, desto eher funktioniert dieses Modell für das Vermarktungs- und Werbeunternehmen. Das Unternehmen kann so auch Vertrauen schaffen, da es demonstriert, wie sehr es von seiner Arbeit überzeugt ist.

Richtungsweisende Technologien

Das früh in einem jungen und wachstumsstarken Marktumfeld agierende und innovative Unternehmen tritt nicht nur als Wiederverkäufer und Werbeagentur auf, sondern kann auch mit seiner eigenen Online-Werbeplattform Lemontonic auftrumpfen. Dabei scheinen die eigenen Server eine besonders ausgeklügelte und flexible Werbung zu ermöglichen, um automatisiert die optimale Werbung und den optimalen Preis zu erhalten. Insbesondere der Vorteil der geographischen Diversifikation leuchtet uns ein. Wir setzen den Wert Silverback Media, der derzeit bei 0,49 Euro in Frankfurt oder 0,295 Britische Pfund in London notiert, auf unsere Watchlist und hoffen auf weitere positive Meldungen bzgl. der konsequenten Wachstumsstrategie. Besondere Erwartungen setzen wir dabei auf den hochkarätig besetzten Vorstand.